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Vorgespräch vereinbaren
Wasserbecken in einem japanischen Garten

Mediation zwischen Deutschland und Japan – auf Deutsch, Englisch und Japanisch

Mediation, Moderation und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan

Wenn deutsche und japanische Partner zusammenarbeiten, führen unterschiedliche Erwartungen und Umgangsformen zu Missverständnissen: Wie werden Entscheidungen getroffen? Wie werden Kritik und Feedback geäußert? Jede Seite hält sich an ihre eigenen impliziten Regeln und ist über das Verhalten der anderen irritiert. Aus kleinen Irritationen entsteht Misstrauen, und irgendwann kommt ein Projekt nicht mehr voran.

Häufig steht dahinter die Konstellation, dass Muttergesellschaft und Tochtergesellschaft nicht auf Augenhöhe stehen: Die eine Seite ist Eigentümerin der anderen, und was die Zentrale erwartet, lässt sich vor Ort schwer offen hinterfragen. Mediation hebt dieses Machtgefälle nicht auf, aber sie macht es besprechbar — in einem vertraulichen Rahmen, in dem eine kritische Rückmeldung nicht als Illoyalität gilt. Als allparteilicher Mediator achte ich darauf, dass auch die abhängige Seite ihre Sicht vollständig einbringt.

In solchen Situationen hilft ein neutraler Vermittler, der beide Seiten aus eigener Erfahrung kennt.

Ich führe die Gespräche auf Deutsch, Englisch oder Japanisch, je nachdem, was die Beteiligten brauchen. Auch im Wechsel innerhalb einer Sitzung.

Meine Expertise

Ich habe an der Universität Bonn Regionalwissenschaft Japan studiert und sechs Jahre in Japan gelebt und gearbeitet. Ich spreche fließend Japanisch und arbeite auf Deutsch, Englisch und Japanisch.

An der Universität Osaka habe ich als Gastdozent zwei Mediationsprogramme unterrichtet, „Introduction to Mediation“ und „Cross-Border Family Mediation Training“.

Seit 25 Jahren trainiere ich Aikido (3. Dan). Der Umgang mit Konflikten, den ich dort gelernt habe, prägt auch meine Arbeit als Mediator.

Interkultureller Mediator (Friedrich-Schiller-Universität Jena); regelmäßige Lehrveranstaltungen zu interkultureller Mediation an der Universität Potsdam.

IMI Certified Mediator (International Mediation Institute).

Ein Jahr im Hauptquartier von Komatsu in Tokio als Product Support Coordinator.

Mehrere Jahre freier Übersetzer in der Software-Lokalisierung für Square Enix (Japanisch–Deutsch).

Mitglied im Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreis (DJW) und Organizing Partner der Netzwerkreihe Japan meets Berlin-Brandenburg, die der DJW gemeinsam mit der Japanischen Industrie- und Handelsvereinigung Berlin veranstaltet.

Japan International Mediation Center (JIMC Kyoto)

Am Japan International Mediation Center (JIMC) in Kyoto bin ich als Mediator gelistet.

Das JIMC wurde im November 2018 von der Japan Association of Arbitrators gegründet, einer unabhängigen gemeinnützigen Organisation. Es ist auf Streitigkeiten zwischen japanischen und ausländischen Parteien spezialisiert. Die Verfahren finden an der Doshisha-Universität statt, auf Wunsch auch im Kodaiji-Tempel in Kyoto.

Für ein deutsches Unternehmen heißt das: Bei einem Konflikt mit einem japanischen Partner gibt es eine Alternative zum Gerichtsverfahren, ob in Japan oder in Deutschland. Die Mediation findet an einer neutralen Einrichtung statt, mit Mediatoren aus beiden Ländern. Anders als ein Prozess lässt sie die Geschäftsbeziehung in der Regel intakt.

Für internationale Teams und Kooperationen

Die meisten Anfragen betreffen keine Rechtsstreitigkeiten, sondern eine Zusammenarbeit, die nicht mehr funktioniert. Dafür biete ich:

  • Mediation in deutsch-japanischen Teams: wenn die Zusammenarbeit in der Niederlassung, im Projekt oder zwischen Zentrale und Standort stockt.
  • Mediation zwischen Unternehmen und Partnern: bei Konflikten in Kooperationen, Lieferbeziehungen oder Joint Ventures, auf Wunsch im Rahmen des JIMC Kyoto.
  • Begleitung von Verhandlungen: Vorbereitung und Moderation, damit unterschiedliche Erwartungen früh auf den Tisch kommen.
  • Training: das Seminar Deutsch-japanische Teams für Teams, die vorbeugend arbeiten wollen.

Alle Formate online oder vor Ort, in Berlin oder in Japan. Für Teams, die ihre Zusammenarbeit dauerhaft pflegen wollen, gibt es das Team-Dojo, auf Wunsch auf Japanisch. Für grenzüberschreitende Familienkonflikte: Familienmediation.

Aus der Praxis

Mediation Mitarbeiter und Geschäftsführer · Niederlassung in Japan · online

In der japanischen Niederlassung eines deutschen Unternehmens geriet ein deutscher Mitarbeiter mit dem japanischen Geschäftsführer vor Ort in Konflikt. Beide erlebten das Verhalten des anderen als unangemessen, und die Zusammenarbeit war blockiert.

Ergebnis

Die Mediation fand online statt, auf Englisch. Geklärt wurden die Themen dahinter: unterschiedliche Erwartungen an Rückmeldung, Zuständigkeit und Ansprache. Am Ende standen Absprachen, die beide mittrugen. Die Zusammenarbeit wurde stabiler.

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Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Multilingual
    Ich arbeite direkt in der Sprache der Beteiligten, ohne Dolmetscher.

  • Netzwerk
    JIMC Kyoto, Deutsch-Japanischer Wirtschaftskreis (DJW), Universität Osaka.

  • Eigene Erfahrung
    Sechs Jahre in Japan, Studium der Regionalwissenschaft, Lehrtätigkeit an der Universität Osaka.

  • JIMC – Japan International Mediation Center Kyoto
    Ein etablierter Rahmen für grenzüberschreitende Verfahren in Japan.

  • Stärkt die Beziehung
    Mediation klärt Konflikte und stärkt so die Zusammenarbeit.

  • Flexible Formate
    Online oder vor Ort, als einzelner Termin oder als Jahresprogramm.

Häufige Fragen

Kann die Mediation auf Japanisch stattfinden?

Ja. Ich mediiere auf Japanisch, Englisch und Deutsch, auch gemischt. Jede Person spricht in der Sprache, in der sie sich am besten ausdrücken kann, ich übersetze oder fasse zusammen, wo es nötig ist. So braucht es keinen Dolmetscher, und nichts geht über Dritte.

Wer beauftragt die Mediation, die deutsche Zentrale oder die Niederlassung?

Beides kommt vor. Meist beauftragt die Stelle, die den Konflikt bemerkt und das Budget hat. Wichtig ist, dass alle Beteiligten freiwillig teilnehmen und vorab klar ist, welche Ergebnisse an den Auftraggeber zurückgehen. Sitzungen mit Beteiligten in Japan und Deutschland finden online statt, in einem Zeitfenster, das für beide Seiten im Arbeitstag liegt.

Wann ist ein Verfahren am JIMC Kyoto sinnvoll?

Wenn es um einen Streit zwischen Unternehmen geht, bei dem ein formeller, neutraler Rahmen gewünscht ist, etwa vor oder statt eines Gerichtsverfahrens. Das JIMC stellt Regeln, Ort und auf Wunsch Co-Mediatoren aus beiden Ländern. Für Konflikte innerhalb eines Teams oder einer Niederlassung ist ein direkt vereinbartes Verfahren einfacher und schneller.

Wann passt der Japan Desk, wann interkulturelle Mediation?

Der Ansatz ist derselbe: Ich vermittle zwischen Menschen, nicht zwischen Kulturen. Der Unterschied ist die Tiefe: Für Japan bringe ich Sprache, Studium, sechs Jahre Leben im Land und ein Netzwerk vor Ort mit. Für andere Konstellationen siehe Interkulturelle Mediation.

Kosten

Das Honorar beträgt 220,00 € pro Stunde zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %, insgesamt 261,80 € brutto). Für grenzüberschreitende Verfahren gelten abweichende Sätze. Einzelheiten stehen unter Ablauf und Kosten.

Ein kurzes Gespräch bringt Klarheit.

30 Minuten, kostenlos, vertraulich.